Faszination All - die Weltraumforschung

Weltraumforschung

Seit der erste Homo sapiens die Sterne erblickte, muss die Menschheit vom Weltraum fasziniert gewesen sein. Frühen Kulturen diente die Beobachtung des Sonnen- und Mondzyklus, der Gestirne und Planeten zur Entwicklung erstaunlich genauer Kalender, die es möglich machten, effektive Landwirtschaft zu betreiben, auf hoher See zu navigieren und religiösen Zusammenhalt zu pflegen. Jahrtausende später ist die Weltraumforschung zunehmend wichtiger geworden. Wir verdanken ihr nicht nur neue Technologien, sondern auch gesellschaftliche Umbrüche.

Technischer Fortschritt dank Weltraumforschung

Satellitenkommunikation wäre ohne die Erschließung des Kosmos nicht denkbar. Fernsehen, Internet, GPS - Satelliten im Weltall ermöglichen eine schnelle und weltumspannende Kommunikation. Andere dienen der Wetterbeobachtung, um die Folgen von Umweltkatastrophen einzudämmen. Darüber hinaus wurden für die Raumfahrt Klettverschlüsse entwickelt und spezielle Materialien, die im Fahrzeugbau verwendet werden und zur Verkehrssicherheit beitragen. Die wohl zukunftsträchtigste Erfindung der Weltraumforschung sind Solarzellen, die ursprünglich als Energielieferant für Raumfahrzeuge eingesetzt wurden. In Zeiten des Klimawandels stellen sie eine zunehmend bedeutendere Alternative zu umweltschädlichen Verbrennungskraftwerken und enorm risikobehafteten Atomkraftwerken dar. Die Zukunft der Weltraumforschung verspricht die Entdeckung neuer Materialien, die nur unter Schwerelosigkeit herzustellen sind. Fabriken im All, bemannte Raumflüge zu benachbarten Planeten und erste außerirdische Kolonien könnten folgen.

Der Splitter im Auge Gottes

Den Weltraum zu erforschen, verschafft der Menschheit neue Erkenntnisse über Naturgesetze und die Entstehung des Universums und des Lebens. Die Astronomen vergangener Epochen haben durch beflissentliche Beobachtung bewiesen, dass sich die Sonne nicht um die Erde dreht, diese nicht im Mittelpunkt des Universums steht und sie im Grunde nur ein verschwindend winziges Staubkorn im All ist. Wenn das Universum durch einen kreativen Schöpfer erschaffen wurde, was bisher weder bewiesen noch widerlegt ist, so hat dieser es möglicherweise nicht vollbracht, dass sich der Mensch seiner Umwelt unterwirft - eine Ansicht, die durch die mögliche Entdeckung einer außerirdischen Spezies weiter untermauert werden dürfte. Das neue kopernikanische Weltbild stand dem Allmachtsanspruch religiöser Dogmatiker entgegen, deren Unfehlbarkeit und politische Autorität nun angezweifelt wurden. Dieses Bewusstsein war wichtiger Wegbereiter für die spätere Aufklärung und hat so zur Demokratisierung von Gesellschaften beigetragen.



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